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Thema: Hochwertiges Solardörrgerät - Empfehlungen und Erfahrungen?

  1. #1
    Varminter
    Gast

    Frage Hochwertiges Solardörrgerät - Empfehlungen und Erfahrungen?

    Werte Forumskollegen,

    wer von euch hat ein hochwertigeres Solardörrgerät in Verwendung und wie sind eure (Kauf)-Empfehlungen und Erfahrungen damit?

    An meinem neuen Teilzweitwohnsitz fällt ziemlich viel (saures) Obst an (Äpfel und Birnen) und ich möchte einen Teil davon dörren.

    Danke im voraus für hilfreiche Ratschläge!

  2. #2
    Varminter
    Gast

    Standard

    Hmm, hat niemand sowas in Verwendung?

  3. #3
    epwin
    Gast

    Standard

    Hallo,

    also ich verwende meinen Solarkocher auch zum Dörren.
    BILD1327-1.jpg

    Zwischen die Scheibe und den Rahmen klemme ich unten ein Stück Holz damit die Luft etwas zirkulieren kann.
    Zusätzlich habe ich ein Backofenthermometer drin stehen, damit ich die Temperatur überwachen kann.
    Wenn es zu Heiss wird, einfach die Scheibe weiter anheben oder die Scheibe etwas abdecken.

    Funktioniert ganz gut und ich benötige nur ein Gerät.
    OK, das Fassungsvermögen für das Trockengut ist etwas beschränkt (Mein Turmtrockner spielt in einer anderen Liga).

    Selbstgebaut habe ich folgendes:
    - Tunneltrockner bzw. -dörrer mit 12 Volt-Belüftung
    So-BILD4080.jpg

    - Turmtrockner bzw. -dörrer
    BILD1367-1.jpgBILD1330-1.jpgP1020503-1.jpg BILD1331-1.jpgBILD1369-1.jpg

    - letztes Bild zeigt die KISS-Methode - sieht sehr primitiv aus funktioniert aber auch gut. Basis ist eine Palette damit die Luft von unten hochsteigen kann. Die Vorderseite des Zeltes ist eine Klarsichtfolie und die Rückseite die Innenfläche eines Blumenerdesacks (Farbe schwarz). Das Zelt wird durch 4 bzw. 5 Bambusstangen in Form gehalten.
    BILD1328-1.jpg

    Alle Drei haben ihre Stärken und Schwächen, funktionieren aber gut.
    (Bilder sind von einer Ausstellung bzw. Workshop, daher einige andere Gegenstände im Hintergrund - wie z.B. RocketStove, Sodis)
    Aber der Solarkocher als Dörrer ist für meine Mengen ausreichend.

  4. #4
    Varminter
    Gast

    Standard

    @epwin : vielen Dank, sehr informativ. Ist der Solarkocher Eigenbau oder gekauft?

  5. #5
    epwin
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Varminter Beitrag anzeigen
    @epwin : vielen Dank, sehr informativ. Ist der Solarkocher Eigenbau oder gekauft?
    Wie soll ich es jetzt schreiben?????

    Eigenbau,
    aber nicht von mir.
    OK, das trifft es glaube ich ganz gut.

    Der Solarkocher war die "Entlohnung" für einen Workshop den ich gehalten habe.

    Die anderer Dörrer sind von mir selbst gebaut, aber nicht der Solarkocher auf dem ersten Bild.

  6. #6
    Ares
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von epwin Beitrag anzeigen
    ...
    Alle Drei haben ihre Stärken und Schwächen, funktionieren aber gut.
    ...
    Hallo epwin,

    welche Schwachpunkte hat dein Turmtrockner?

    So einen in der Art möchte ich mir auch basteln da einiges an Äpfeln, Birnen etc.
    zum Verarbeiten anfällt.

    Gruß Andreas

  7. #7
    epwin
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Ares Beitrag anzeigen
    Hallo epwin,

    welche Schwachpunkte hat dein Turmtrockner?

    .....

    Gruß Andreas

    Hallo Andreas,

    Schwachpunkte bzw. Problempunkte des Turmtrockners.

    Hm, wo fang ich an?

    Ich benötigte viel Material und Zeit (bzw. Nerven) um ihn zu bauen
    (das war die Kurzfassung).

    Langfassung:
    Da ich keinen richtigen Plan hatte, fing ich einfach an zu bauen.
    OK, der Plan war im Kopf ... aber nicht auf Papier.
    Kopfkratzen: War nicht immer gut.
    (Zeit, Material und Geld hätte ich einsparen können).

    Schwachstellen bzw. Problempunkte:
    - Materialmenge
    - Zeit
    - Nur der Plan in meinem Kopf
    - Die Verbindung zwischen dem "Solarmodul" also dem schrägen Teil in dem die Luft erhitzt wird und dem eigentlichen Trockenschrank.
    Die Verbindung muss flexibel sein, da der Turmtrockner auf verschieden hohen Positionen immer wieder steht und auch die Sonneneinstrahlung sich ändert
    und genau an der Verbindung lag ein Problem.
    Ich musste irgendwie die Verbindungsstelle so dicht bekommen, dass keine Insekten an der Stelle in den Trockner kommen und gleichzeitig wollte ich beide Teile nicht dauerhaft verbinden (Thema: Transport bzw. Lagerung).
    Abhilfe erfolgte über einen alten Fahrradschlauch (oder war es ein Motorradschlauch??) der mit Heu ausgestopft ist.
    Der Schlauch ist flexibel und doch dichtet er die Verbindungsstelle gut ab.
    - Nächster Problemfall war die "Hintertür" um den Turmtrockner zu befüllen bzw. entleeren.
    Ich wollte keine Tür die man seitlich öffnet. Grund: Die Hitze im oberen Bereich würde sofort entweichen.
    Abhilfe erfolgte über eine zweigeteilte Tür.
    Das untere Teil klappt man nach unten und wird über zwei Schnüre in Position behalten. Somit habe ich gleichzeitig eine Ablagefläche.
    Das obere Teil klappt man nach oben und fixiert es mit zwei Schnüren.
    - Oben auf dem Dach des Turmtrockners habe ich ein Rohr fixiert als Kamin.
    Das orangenes Teil ist die Abdeckung für das Rohr, z.B. Nachts.
    Der Kamin wird durch ein Moskitonetz verschlossen. Zusätzlich habe ich in den Kamin eine Klappe eingebaut damit die Hitze am Anfang nicht sofort entweichen kann.
    Über die Klappe kann ich die Luftzirkulation bzw. die Temperatur etwas steuern.
    Oberhalb der Abdeckung kann man evtl. links die Kurbel für die Klappe erkennen.
    - Damit die Verbindung Hecktüre und Turmtrockner dicht schliesste habe ich einen aufgeschnittenen Fahrradschlauch verwendet.
    - Die Lufteinlassöffnung am „Solarmodul“ ist mit einem Insektennetz geschützt.
    - Mit was ich die Horden bespanne, musste ich mir erst noch überlegen.
    Ein paar Horden sind mit Moskitonetz bespannt.
    Ein paar Horden mit „Kaninchenzaun“.
    Je eine Horde ist mit einem Edelstahlgitter und eine Horde ist mit einem Kunststoffnetz versehen (nicht auf den Bildern zu sehen).
    Die Gitter biegen sich nicht so sehr durch wen sie (schwer) beladen sind.
    Unten würde ich immer die Horde mit dem dichtesten Netz einschieben – auf jeden Fall wenn man Kräuter trocknet.
    - Das verwendete Material ist leicht und isoliert daher den Turmtrockner nicht zusätzlich.
    Der Turmtrockner ist in „Leichtbauweise“ gebaut. Das hat Vorteil und Nachteile, aber für mich überwiegen die Vorteile.
    Ich kann ihn fast bequem tragen.
    „Fast bequem“ bezieht sich nicht das Gewicht sondern die Abmessung.
    - Schwarz lackiert ist der ganze Turmtrockner damit er sich selbst auch etwas aufheizen kann.
    Er hat keine Isolierung eingebaut und die Seitenwände bestehen nur aus dünnen Sperrholzplatten.
    Er funktioniert ja wie ein Heisluft- bzw. Umluftbackofen – nur mit anderen Temperaturen.
    - Ein Innen-/Aussenthermometer dient zur Steuerung der Innentemperatur.


    Weitere Schwachstelle:
    - Er lohnt sich nur bei „gutem“ Wetter und er sollte voll beladen sein.
    - Der Turmtrockner muss der Sonne „nachgeführt“ werden.
    Man sollte den Turmtrockner auf einer „mobilen“ Plattform stellen, z.B. Blumenkübelroller, Pflanzenroller. Dann geht es ganz gut und leicht.


    Was habe ich darin schon getrocknet?
    Obst:
    Leider keine Erdbeeren – Sonneneinstrahlung und Erntezeit waren nicht optimal aufeinander abgestimmt.
    Apfelringe, im Turmtrockner gibt es oben ein paar Haken an denen man die Schnüre befestigen kann.
    Himbeeren auf durchlöchertem Backpapier, da der Saft die Bespannung der Horden sonst stark verfärbt.
    Mirabellen
    Ich trockne eher Kräuter darin als Obst bzw. Gemüse.



    Schwachstellen gibt es immer wieder.
    Man muss sie nur kennen und irgendwie vermeiden oder minimieren.

    Schwachstelle können aber auch Stärken sein:
    In Zukunft besser planen
    Leichtbauweise
    Verbindung Solarmodul Turmtrockner – Transport und Lagerung
    Man kann es auch so sehen.


    Würde ich noch einmal einen Turmtrockner bauen?
    Eindeutig
    NEIN.

    Ich habe ja schon einen und ein Turmtrockner reicht mir.
    Spass beiseite.
    Kein Problem,
    jetzt kenne ich die Problemestelle und Lösungsmöglichkeiten dafür.


    War ein „nettes“ Projekt vor ein paar Jahren.

    Sorry, war wieder ein langer Text von mir.

    Danke für das lesen bis zum Schluss.

  8. #8
    jp10686
    Gast

    Standard

    Ich hab auch Erfahrung damit.
    Selbstbau.
    Hauptproblem ist prinzipbedingt: wenn man im Herbst viel dörren will, hat die Sonne nicht mehr genug Kraft. Zwetschgen, die ohnehin schwer trocknen, kriegt man damit nicht weg.
    Wenns dann morgens etwas neblig ist, hat man selbst bei Schönwetter im Oktober, wenn die Äpfel an der Reihe sind, noch etwa 6 Stunden nutzbare Sonneneinstrahlung pro Tag, dann steht sie wieder zu tief.
    Ausserdem ist das Ding sehr sperrig und nimmt viel Platz weg.
    Im Sommer, wenn es sehr gut funktionieren würde, kann man das, was man in dieser Jahreszeit trocknen will, auch einfach direkt an die Sonne legen.
    Die Metallgitter der Siebe sollen aus Edelstahl oder Kunststoff sein, weil sonst der Fruchtsaft das Metall angreift, was auch dem Dörrgut nicht besonders gut tut. Als Siebgewebe lässt sich gut das Armierungsgewebe für Kunststoffputz (im Baufachhandel) verwenden.

    Falls ich mir nochmals so was baue, würde ich es mit einem solargetriebenen Ventilator ausrüsten und es so bauen, dass man die üblichen Dörrex.Kunststoffsiebe verwenden kann. Die kann man zum Reinigen einfach einige Stunden in den Brunnentrog legen und dann abspülen. Das geht mit selbstgebauten Sieben mit Holzrahmen nicht.

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