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Thema: Kleine Wäsche

  1. #1
    epwin
    Gast

    Standard Kleine Wäsche

    Die Toiletten-Challenge läuft seit einiger Zeit ganz gut.

    Nur,
    (etwas) Stress gibt es weil eine zweite Challenge jetzt parallel läuft,
    eigentlich auch wieder freiwillig.


    Tja, nur der Auslöser war nicht freiwillig:

    Am letzten Wochenende habe ich meine Oberbekleidung gewaschen.
    Alles soweit OK.
    Als die Unterwäsche dran war hat meine Waschmaschine gemeint sie muss in einen unbefristeten Streik treten.

    Was nun?
    Den Reparaturdienst kann ich erst am Montag anrufen.
    Es ist dazu auch noch Urlaubszeit.
    Wann kommt der Reparaturdienst dann?
    Eine einfache, schnelle und effektive Lösung für das Wochenende musste her, mit der man die Wäsche sauber bekommen ohne funktionierende Waschmaschine.
    (So langsam sammeln sich die Challenges im Hygienebereich.)


    Meine Lösung und Erfahrung damit findet ihr in meinem nachfolgenden Text.

    Die Akteure sind wieder einmal … Uli und Argyl.

    Das Ganze wird durch Bilder ergänzt.
    (Natürlich ist die Wasserfarbe bei meiner Wäsche normalerweise nicht so „erdig“ :rolleys:.)

    Das Wasser wurde zum Teil absichtlich „eingefärbt“ damit man die Löcher im Eimer besser sieht.

    Geändert von epwin (14.08.2016 um 20:02 Uhr)

  2. #2
    epwin
    Gast

    Standard Eimer-Waschmaschine – Teil 1

    Vorsicht … wieder einmal ein langer Text.

    Zusatz-Textpassage ein:
    Uli: „Hmm.“
    Argyl sieht sie fragen an: „Raus mit der Sprache, wo drückt der Schuh.“
    Uli: „Der Waschsalon funktioniert gut.“
    Argyl: „Samara hat ihn voll im Griff.“
    Uli: „Und das bei ihrem Alter.“
    Argyl: „Mich hat es schon etwas verwundert wie ältere Nachbarn sich von einem Teenager erklären lassen wie man ohne Strom Wäsche waschen kann.“
    Uli: „Samara spricht die Sprache der Leute … sie kann gut auf sie eingehen.“
    Argyl: „Sie hat das nötige Wissen und jetzt auch das Selbstvertrauen für den Job.“
    Uli: „Angel steht ja im Zweifelfall beratend zur Seite.“
    Argyl: „Aber Samara macht das gut auch ohne ihre Mutter.“
    Uli: „Aber im Zweifelfall kann sie auf Angel zurückgreifen … was ich aber nicht Glaube. Samara will das selber machen.
    Samara drückt sich mit ihrem Job im Waschsalon auch erfolgreich um die Hausarbeit … die sie so hasst.“
    Argyl grinst: „Mit Wissen und Billigung von Angel.
    Aber du wolltest was fragen.“
    Uli: „Du hast glaube ich einmal was von einer Möglichkeit Wäsche in einem Eimer zu waschen gesagt.“
    Argyl: „So habe ich das?“
    Ich muss entweder besser aufpassen was ich sage oder es mir besser merken – denkt er sich.
    Zusatz-Textpassage aus.

    Uli: „Ute hat mich gefragt ob es eine einfache und effektive Möglichkeit gibt die Unterwäsche auch zuhause zu waschen … ausser von Hand im Waschbecken oder mit den Füssen in der Duschewanne.“
    Ist es ihr Peinlich oder will sie keine Zeiten im Waschsalon blockieren – fragt er sich.
    Uli: „Und bevor du auf die Idee kommst es konnte jemanden peinlich sein seine schmutzige Unterwäsche … in der Öffentlichkeit zu waschen.
    Ja, es besteht die Möglichkeit.
    Also gibt es eine einfache und effektive Möglichkeit?“
    Argyl: „Ja, einen Eimer mit Deckel, ein Loch in den Deckel bohren. Einen Abflussstampfer in das Loch stecken. Fertig.“
    So das war die Kurzfassung – denkt sich Argyl.
    Uli: „Moment, Halt, Stopp, das ging mir jetzt etwas zu schnell.
    Man nimmt einfach einen Eimer mit Decke?“
    Argyl: „10 bis 15 Liter sollte der Eimer haben … für die kleine Wäsche, also die Unterwäsche. Über 15 Liter wird es dann wieder eine grosse Wäsche. In den Deckel bohrt man ein Loch mit einem etwas grösseren Durchmesser als der Stil des Abflussstampfer … oder wie das Teil auch immer heissen mag.
    Fertig.“
    Uli: „Kannst du es mir erklären, dass ich es auch verstehe. Vor allem die Bedienung der (Luftanführungszeichen) Eimer-Waschmaschine.“
    Argyl: „OK, langsam und ausführlich.
    Das benötige Material ist ein Eimer mit dichtschliessenden Deckel und ein Abflussstampfer.“
    Uli: „Mehr nicht?“
    Argyl: „In der einfachsten Version ist das Alles, nur ein paar Werkzeuge werden noch benötigt.
    Einen entsprechenden Bohrer, eine Bohrmaschine von Hand oder Akkumaschine, ersatzweise ein scharfes Messer. Eine Vorlage für das Loch, also eine Messmöglichkeit um den Durchmesser des Lochs zu bestimmen – eine Schieblehre zum Beispiel. Sonst bohrt man ein zu grosses Loch oder ein zu kleines Loch. Eine Unterlage aus Holz, z.B. ein Brett, wenn man das Loch bohrt oder ausschneidet … um den Bohrer, das Messer bzw. den Boden oder die Tischoberfläche zu schonen.“

    Uli: „Weiter.“
    Argyl: „Du willst also die Bauanleitung hören. OK.
    Zuerst die einfachste Variante.
    Diese Variante verwendet nur einen Eimer.
    Man bohrt in die Mitte des Deckels ein Loch. Der Durchmesser muss mindestens dem Stiel des Abflussstampers entsprechen.
    Wenn das Loch zu knapp ist wird der Deckel früher oder später beschädigt. Er franst aus oder reisst ein. Zusätzlich wird der Holzgriff etwas angeschliffen.
    Ist das Loch zu gross spritzt unter Umständen Wasser aus dem Eimer hoch.
    Wenn man das Loch im Deckel verstärken will kann man eine entsprechende Hülse in das Loch einpressen.
    Vorteil: Der Deckel hält länger. Er franst nicht aus oder bricht im Bereich des Lochs.
    Nachteil: Man kann dann nicht mehr zur Seite stampfen.
    Eimer mit rundem Boden sind besser geeignet um die Wäsche zu stampfen als ovale Eimer, also Farbeimer.
    Transparente Eimer bzw. Deckel haben den Charme, dass man sieht was man macht. Es schäumt und man kann die Wasserfarbe beurteilen ohne den Deckel abzunehmen.
    Transparente Eimer sind aber irgendwie nicht so stabil wie normale Eimer … kommt mir jedenfalls so vor.
    Bei 20 Liter-Eimern muss der originale Stiel des Abflussstampfers ersetzt bzw. verlängern werden.
    Sonst kann man ihn nicht weit genug hochziehen bzw. runterdrücken.
    Zur Verlängerung kann man einen Besenstiel verwenden. Rückenschonende Arbeiten, sage ich dazu nur.“
    Uli: „Für was genau ist der Abflussstampfer?“
    Argyl: „Der Abflussstampfer dient als eine Art Wäschestampfer.
    Damit sich der Abflussstampfer nicht am Boden des Eimers so leicht festsaugen kann, bohrt man ein paar Löcher in das Gummiteil.
    Wenn man von Innen nach Aussen bohrt sind die Löcher gleichmässiger, dabei legt man das Gummiteil auf eine Holzunterlage.
    Man sollte langsam bohren … sonst fransen die Bohrlöcher aus.
    Auf unsauber gebohrte Stellen bei den Löchern achten und diese dann ggf. mit einem Messer bearbeiten.
    Zu viele Löcher werden aber den Zweck des Abflussstampfers aufheben.
    Drei bis vier Löcher in gleichem Abstand müssten ausreichen.“

    Uli: „Und die andere Variante?“
    Argyl: „Einfacher geht der ganze Waschvorgang wenn man mehrere Eimer zur Verfügung hat.
    Ein Eimer als Auffangbehälter … als äusseren Behälter. In den zweiten Eimer würde ich am Boden und die Seitewände Löcher bohren damit das Wasser ablaufen kann.
    Wenn man die Löcher gebohrt hat … die Löcher immer mit den Fingerkuppen abfahren. Dann bemerkt man scharfe Stelle. Die Kleidung könnte sonst beschädigt werden. Die scharfen Stellen muss man mit einem Messer (Luftanführungszeichen) begradigen.
    Wenn man von Innen bohrt ist die Gefahr durch scharfe Stelle nicht so gross. Das wird aber nur bei 20 Liter-Eimer und grösseren Eimern gehen … wegen dem Innendurchmesser.
    Den zweiten Eimer stellt man in den ersten Eimer. Der erste Eimer dient als Auffangbehälter.“

    Uli: „Und weiter.“
    Argyl: „Du willst jetzt die Bedienungsanleitung hören?

    Uli: „Genau.“



    Danke für das Lesen bis zum Schluss.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  3. #3
    epwin
    Gast

    Standard

    Eimer-Waschmaschine – Teil 2 Bedienungsanleitung

    Vorsicht … wieder einmal ein langer Text.


    Argyl: „Jetzt die Bedienungsanleitung.“
    Uli: „Wie viel Wasser kommt in den Eimer?
    Argyl: „So viel, dass die zu waschende Wäsche einige Zentimeter bedeckt ist.
    Den Eimer maximal zu 2/3 füllen damit sich das Ganze im Eimer noch bewegen kann. Also maximal den Eimer zur Hälfte mit Wäsche füllen.
    Richtige Kochwäsche geht natürlich in einem solchen Eimer nicht.
    Warmes Wasser löst aber den Schmutz besser als kaltes Wasser.
    Vorwaschen kann man, ich würde aber lieber die Sachen einige Zeit in der Waschmittellösung liegen lassen und immer wieder stampfen.
    BILD0918-2.jpg

    Um mehr Druck oder eine höhere Stampfgeschwindigkeit zu erzeugen, sollte man die kleine Eimer-Waschmaschine entweder auf Kniehöhe stellen bzw. davor knien oder wenn man die grosse Eimer-Waschmaschine verwendet auf jeden Fall den Stiel verlängern. Zum Beispiel mit Hilfe eines Besenstiels.“
    Hab ich … glaube ich jedenfalls schon gesagt – denkt er sich.
    Argyl: „Dann muss man sich nicht so bücken und schont den Rücken bzw. die eigenen Kräfte.

    Wenn man zwei Eimer hat und nicht bohren oder schneiden kann oder will … kann man die gewaschene Wäsche aus dem einen Eimer entnehmen und in einen zweiten Eimer legen.
    Dabei muss die Wäsche aber etwas geschleudert werden.“
    Uli: „Geschleudert?“
    Argyl: „Kommt gleich.
    Durch das (Luftanführungszeichen) Schleudern wird das Waschwasser etwas aus der Wäsche entfernt und muss nicht durch den Spülvorgang entfernt werden.
    Der zweite Eimer dient also dazu die Wäsche zu spülen.
    Ideal ist es natürlich wenn auf beide Eimer derselbe Deckel passt.
    Das Wasser des ersten Eimers kann unter anderem für eine weitere Wäsche, zum Beispiel der Oberbekleidung verwendet werden, als Spülwasser für die Toilette oder um den Boden der Wohnung feucht zu wischen.

    Ansonsten muss man das Wasser aus dem ersten Eimer eben umfüllen bzw. wegleeren … wenn man nur einen Eimer hat.
    Uli: „Umfüllen?“
    Argyl: „Papierkorb, umgedrehten Hocker oder stabilen Karton mit einem Müllsack auslegen und Müllsack oben am Behälter fixieren.“
    Uli: „O..OK.“

    Argyl: „Der Schleudervorgang der Eimer-Waschmaschine geht wie folgt,

    auswringen von Hand.
    Uli verdreht die Augen: „Blödmann, aber mach weiter.“
    Argyl: „OK, eine Behelfsmöglichkeit … geht wie folgt.
    Wenn man einem Eimer hat an dessen Boden und Seitenwänden Löcher sind, kann das Wasser aus dem Eimer ablaufen. Aber es dauert seine Zeit bis das Wasser aus dem Eimer mit den Löchern in den leeren unteren Eimer, der als Auffangbehälter dient … getropft ist.
    Das Abtropfen lassen geht aber nur, wenn man in den Eimer der als Auffangbehälter dient einem Abstandhalter hineinlegt damit sich in diesem Eimer das Wasser sammeln kann ohne die Wäsche im Eimer mit den Löchern zu berühren. Die ist besonders Wichtig bei Unterwäsche, wegen des Dochteffekts der Baumwolle.

    Eine andere Möglich ist,
    wenn man nur zwei passende Eimer hat,
    im Eimer mit den Löchern ist die nasse Wäsche und in diesen Eimer wird ein anderer Eimer gestellt. Der Eimer mit den Löchern muss dann aber auf einer wasserfesten und sauberen Unterlage stehen.“
    Uli: „Plane, Müllsack.“
    Argyl: „Oder in der Duschwanne.
    Wenn man einen weiteren Eimer oder Behälter hat könnte man das ausgepresste Wasser speichern für einen späteren Waschdurchgang.
    Ansonsten gehe das Wasser aus dem Eimer mit den Löchern verloren.
    Man kann als (Luftanführungszeichen) inneren Eimer zum Beispiel den vollen Auffangbehälter der Eimer-Waschmaschine verwenden.
    Durch das Gewicht des Wassers im Auffangbehälter wird ein Druck auf die nasse Wäsche im Eimer mit den Löchern erzeugt.
    Eine Druckerhöhung kann durch einlegen von Ziegelsteine, gefüllten PET-Flaschen usw. in den Auffangbehälter erzeugt werden.
    Dann lässt man die Zeit arbeiten.
    Oder man beschleunigt das Ganze indem man vorsichtig mit den Händen den Auffangbehälter nach unten in den Eimer mit der nassen Wäsche drückt.
    Sind die Eimer stabil genug kann man auf den Auffangbehälter den Deckel darauf pressen und sich dann vorsichtig auf den Deckel setzten … zumindest am Rand.
    Das Körpergewicht verstärkt den Druck und presst dann das Wasser aus der Wäsche.
    Gewicht = Druck = Wasserverdrängung, in diesem Fall.
    BILD0932-2.jpg
    Die Wäsche wird nicht trocken dadurch und auch nicht geschleudert.
    Sie ist aber nicht mehr tropfnass wenn man sie aus dem Eimer mit den Löchern entnimmt.
    Hat man mehrere Eimer zur Verfügung und ist der Auffangbehälter aus einem transparenten Material, sieht man ob und wieviel sich Wasser darin angesammelt hat.
    Der Eimer mit den Löchern kann undurchsichtig sein.
    Ein Eimer mit den Löchern kann auch als Wäscheeimer, d.h. kleiner Wäschekorb verwendet werden.
    Uli: „Ich sag nur … Kiss.“
    Argyl: „Äh, küssen?“
    Uli: „Nicht küssen, Keep it super simple.”
    Uli neckt: “Aber ich muss auf dich aufpassen.
    Nicht dass du entführt oder … verführt wirst.“
    Ich brauche dich noch.“
    Argyl neckt: „Ich dich auch.“

    Uli: „Wie würdest du das machen?“
    Argyl: „Ich würde mehrere Eimer verwenden.
    Einen als Auffangbehälter, einen Eimer mit Löchern in der Seite und am Boden und einen dritten Eimer mit klarem Wasser zum Spülen.
    Den Eimer mit den Löchern stelle ich in den Auffangbehälter, dann kommt die Wäsche hinein. Anschliessend das Wasser und Waschmittel.“
    Uli: „Warum nicht gleich das Wasser?“
    Argyl: „Wenn du zuerst das Wasser in die Eimer füllst kann es sein, dass du zuviel Wasser verwendest und es damit verschwendest.“
    Uli: „Stimmt, das Wasser muss die Wäsche nur knapp bedecken.“
    Argyl: „Also Wäsche, Wasser und dann das Waschmittel.
    Das Waschmittel kann knapp dosiert werden wenn es sich nur um verschwitzte Unterwäsche handelt.
    Wenn die Kleidung sichtbar verschmutz ist sollte das Kleidungsstück erst trocknen und dann der Schmutz ausgebürstet werden.“
    Uli: „Hat Angel bereits erklärt.“
    Argyl: Stimmt, hat sie.
    Am Schluss muss das in den Wäschestücken haftende Waschmittel ausgespült werden.
    Je mehr Waschmittel verwendet wird, desto mehr Spülwasser wird nachher benötigt.
    Also die Wäsche ist im Eimer, Wasser und Waschmittel sind auch darin.
    Dann den Abflussstampfer in die Mitte des Eimers stellen und den Stiel des Stampfers durch das Loch im Deckel führen.
    Den Deckel auf dem Eimer festdrücken.
    Dann mehrmals kräftig stampfen.“
    Uli: „Wie lange?“
    Argyl: „Ich denke eine halbe bis maximal eine Minute müssten reichen … für das erste Mal.
    Bei einem grösseren Eimer würde ich aber bis zu zwei Minuten stampfen da die Wasser- und Wäschemenge grösser ist.
    Dann würde ich alles für 5 bis 10 Minuten einweichen lassen.
    Dann wieder stampfen und wieder 5 bis 10 Minuten stehen lassen.
    Evtl. würde ich nochmals kurz stampfen und dann nochmals kurz warten.“
    Braucht man glaube ich bei verschwitzter Unterwäsche nicht – denkt sie sich.
    Argyl: „Wenn man mit der Hauptwäsche soweit fertig ist wird der Eimer mit den Löchern aus dem Auffangeimer herausgehoben.
    Es kann am Anfang etwas schwer gehen, da der Eimer mit den Löchern sich am anderen Eimer etwas festgesaugt haben kann.

    Dann lässt man das Waschwasser in den Auffangeimer abtropfen. Man kann dafür zuerst zwei Holzstäbe über den Auffangeimer legen und den Eimer mit den Löchern darauf stellen.
    Wenn man das Waschwasser aus dem Auffangbehälter umfüllt oder einen vierten Eimer verwendet kann man noch weiteres Waschwasser herauspressen, indem man den gefüllten dritten Eimers … der für den Spülgang … in den Eimer mit Löchern stellt und ggf. vorsichtig darauf sitzt oder mit den Händen den dritten Eimer in den Eimer mit den Löchern hineindrückt und damit Wasser aus den Wäschestücken herausdrückt.
    Es ist egal ob man den Eimer mit den Löchern in einem Auffangbehälter stehen hat oder direkt auf dem Boden. Immer Abstandshalter verwenden, sonst kann das Wasser nicht durch die Löcher am Boden des Eimers entweichen.
    Als Abstandhalter kann man zum Beispiel Holzbrettchen oder Ziegelsteine verwenden.
    Die Abstandhalter sollten aber von Eimerrand zu Eimerrand reichten.
    Sonst kann es passieren, dass man den Boden des Eimers durchdrückt.
    Die nassen Wäschestücke auch ein paar Mal kurz im Eimer anheben dann läuft auch nochmals etwas Wasser ab.“
    Uli: „Wenn man nicht umfüllen kann oder will, muss man den Eimer mit den Löchern auf eine saubere und wasserfeste Unterlage stellen.“
    Habe ich das nicht bereits gesagt – fragt er sich.
    Argyl: „Genau. Aber dann ist das ausgepresste Waschwasser verloren.
    Ist das Waschwasser weitest gehend abgetropft oder herausgedrückt stellt man den Eimer mit den Löchern in den mit Wasser halbvoll gefüllten dritten Eimer.
    Der dritte Eimer dient sozusagen für den Spülgang.
    Uli: „Man könnte natürlich auch die nassen Wäschestücke von Hand auswringen.“
    Argyl: „Geht natürlich auch.
    Aber Ute hat ein Problem mit der linken Hand … sie hat keine Kraft darin.“
    Uli: „Wenn man den Pressvorgang nach dem Waschgang macht muss man nicht so viel spülen.“
    Argyl: „Stimmt.
    Den Stampfer wieder in den Eimer mit den Löchern reinstellten, Deckel drauf und wieder losstampfen.
    Evtl. muss das Spülwasser mehrmals gewechselt werden.
    Wenn auf dem Wasser keine Seifenspuren mehr zu sehen ist, ist der Spülvorgang beendet.
    Dann den Eimer mit den Löchern wieder aus dem Auffangbehälter herausheben und das Wasser abtropfen lassen oder auspressen.
    Wie vorher schon gesagt.
    Je weniger Waschmittel man verwendet hat, desto weniger muss gespült werden.
    Das Wasser zum spülen der Wäsche kann auch als Wasser für die nächste Hauptwäsche verwendet werden.
    Jetzt kann die Wäsche geschleudert werden.“
    Uli: „Geschleudert?“
    Argyl: „Spass beiseite, schleudern heisst hier wieder auspressen.
    Das auspressen geschieht wieder wie bereits gesagt.

    Ein bisschen schleudern kann die Wäsche aber trotzdem.“
    Uli schaut ihn ungläubig an.
    Argyl: „Man befestigt eine stabile Schnur an einem stabilen Ast oder Balken und macht am unteren Schnurrende eine Schlaufe. Wenn man in die Schlaufe einen Karabiner einklickt geht es leichter.
    Der Eimer mit den Löchern und den feuchten Wäschestücken wird in den Karabiner eingeklickt und der Eimer um die eigene Achse gedreht. Viel, viele Male gedreht.
    Dann lässt man ihn los und die Fliehkraft bzw. Zentrifugalkraft drückt das Wasser aus den Löchern des Eimers. Der Eimer dreht sich erst in die eine Richtung und dann in die andere Richtung, solang bis er wieder ruhig an der Schnur hängt.
    Erwarte aber keine Ergebnisse wie beim Schleudergang in der richtigen Waschmaschine.

    Ist die Wäsche nur verschwitzt reicht eine kleine Eimer-Waschmaschine vollkommen.“

    Uli: „Wenn die Unterwäsche schwarz ist sieht man den Schmutz i.d.R. nicht so schnell.
    Und wenn die Socken die gleiche Farben haben ist es auch von Vorteil.
    So hat man nie das Problem von einem fehlenden Socken oder wenn ein Socken einmal kaputt ist. Es findet sich dann früher oder später immer ein Gegenstück.“
    Dachte ich es mir doch.
    Nur auf schwarzer Wäsche sieht man unter Umständen Schweissflecken leichter – denkt er sich.

    Argyl: „Die Eimer und der Abflussstampfer sind leicht zu reinigen und wasserbeständig.
    Eine Ausnahme ist der Holzstiel des Abflussstampfers.
    Der Holzstiel quillt wenn er im Wasser steht auf. Daher kann er sich mit der Zeit ausdehnen. Dies hat wieder eine Wirkung auf das gebohrte Loch.
    Am Anfang war das Loch evtl. genau richtig. Mit der Zeit wird der Holzstiel aber unter Umständen nicht mehr ganz durchtrocknen bzw. nach dem trocknen trotzdem einen grösseren Durchmesser haben.
    Also nicht wundern, wenn der Holzstiel sich im Laufe der Zeit nicht mehr so leicht durch das Loch bewegen lässt.
    Dann muss man vorsichtig das Loch mit einem scharfen Messer etwas vergrössern. Den Holzstiel würde ich nicht mit dem Messer bearbeiten. Sonst kann die Stabilität des Holzstiel auf Dauer leiden.“

    Uli: „Das ist ja Kinderleicht.“
    Argyl neckt: „Du weißt aber schon, dass Kinderarbeit verboten ist.“
    Uli neckt: „Sie helfen doch nur ihrer Mutter und sind dabei noch sinnvoll beschäftigt.
    Auch ältere Leute können damit ihre Wäsche … zumindest Unterwäsche waschen.
    Es ist keine grosse körperliche Anstrengung nötigt.
    Auf jeden Fall weniger als wenn man von Hand seine Wäsche waschen muss.
    Der (Luftanführungszeichen) Waschsalon wird dadurch entlastet [Andere Story].“

    Uli: „Wieviele Eimer haben wir.“
    Argyl: „Warum?“
    Uli: „Geschäftsidee … sage ich nur.“
    Argyl: „Dafür haben wir zuwenig Eimer.“
    Uli: „Dann lass dir einmal eine Quelle einfallen.
    Ich finde die Idee der Eimer-Waschmaschine gut.
    Einfach zu bedienen und effektiv.“

    Kannst du es mir zeigen wie es geht?“
    Argyl: „Ich muss nur die Teile zusammensuchen … dann kann es losgehen.“
    Uli: „Theorie und Praxis … zwei Welten treffen aufeinander.
    Argyl: „Deine oder meine Unterwäsche?“
    Uli: „Äh, … deine Unterwäsche.“
    Dachte ich es mir doch – denkt er sich.


    epwin:
    Bei manchen Bildern wurde das Wasser absichtlich eingefärbt damit man das Abfliessen des Wassers besser sehen kann.
    (Normalerweise ist meine Wäsche nicht so verschmutzt :rolleys:

    Die Eimer-Waschmaschine ist jetzt seit einiger Zeit im Einsatz … Tag für Tag.
    Bisher keine Probleme und es hat sich eine gewisse Routine eingestellt.
    Stampen – z.B. Küche aufräumen – stampfen – z.B. Bad aufräumen usw.
    Wenn man den Ablauf entsprechend plant ist es gar kein so grosser Aufwand.
    Stress kommt jetzt nicht mehr auf.
    Ist wieder einmal eine „spassige“ Erfahrung.
    Es muss ja nicht immer alles Tot-Ernst sein.
    Plane in der „normalen“ Zeit, dann hast du später mehr Zeit und weniger Stress.



    Danke für das Lesen bis zum Schluss.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  4. #4
    mirfälltnixein
    Gast

    Standard

    Danke für die Bedienungsanleitung. Liest sich auch besser als Teil 1. :lächeln:

  5. #5
    LagerregaL
    Gast

    Standard

    Hallo epwin,
    danke für die gut bebilderte Anleitung.

    Vor einiger Zeit habe ich im Gerümpel von meinem SchwieVa zwei Eimer gefunden.
    Schöne grosse Eimer mit Deckel. Aber irgendein Volld...pp hatte Löcher in den Boden und Deckel des einen gemacht.
    Man, war ich sauer, die wären klasse Lagergefässe geworden.

    Dank deiner Anleitung weiss ich jetzt, was sich der Volld..pp (vielleicht) dabei gedacht hat:lachen:.

    Bei Gelegenheit probiere ich es aus und berichte.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von LagerregaL (30.08.2016 um 14:20 Uhr) Grund: Bild eingefügt

  6. #6
    epwin
    Gast

    Standard

    Hallo LagerregaL,

    die Eimer sehen recht hoch aus - daher für die grosse Wäsche auch geeignet.
    Also evtl. den Stampfer mit einem längeren Stiel versehen.

    Pass auf, die beiden Eimer können sich unter Umständen gut gegenseitig "ansaugen", dann bekommt man sie nicht so einfach mehr auseinander.
    Mit kleinen Löchern unten an der Seite läuft das Wasser noch besser ab.

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