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Thema: Ersatzstoffe für Seife

  1. #1
    Ghost Account (Nicht mehr aktiver Account)
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    511

    Standard Ersatzstoffe für Seife

    Ersatzstoffe für Seife:

    Ochsengalle:
    1 frische Ochsengalle (2 bis 3dl) wird mit etwa 10l weichem, gut warmen Wasser verdünnt. Dieses Wasser eignet sich ohne andern Zusatz zum Waschen von hellfarbenen Woll- und Seidensachen, auch von nicht farbechten Wäschestücken (in Essigwasser spülen), von Kunstseide und Zellwolle

    Seifenwurzel:
    (Saponaria officinalis / siehe auch: http://www.wildstauden.de/cms/mod.ph...age&page_id=45 ). 15g getrocknete Wurzelstücke 5 Minuten in 1l weichem Wasser kochen und erkalten lassen. Die gewonnene, sehr schaumige Lauge kann je nach Beschmutzungen des zu waschenden Stückes verdünnt werden. Sie wird am besten gut handwarm verwendet und eignet sich ganz besonders zum Waschen von zarten Farben und Geweben (Seide, Wolle, Kunstseide, Zellwolle). Ausserdem dient sie als Kopfwaschseife.

    Brennnessel:
    Efeu, Kartoffelschalten. Die Herstellung ist für alle drei Laugen die gleiche: 100g frische Blätter oder Kartoffelschalten auf 1l weiches Wasser, 10 Minuten darin ziehen lassen. In getrocknetem Zustand genügen 30g Blätter oder Schalen pro 1 l Wasser. Diese Laugen werden nicht verdünnt; sie eignen sich zum Waschen von dunklen Stoffen und im besondern zum Auffrischen von Herrenkleidern.

    Holzasche:
    Zubereitung der Lauge: 300g durchgesiebte, helle Holzasche in ein festes Stoffsäcklein binden. Mit 10 l kochendem Wasser überbrühen und einige Stunden zugedeckt stehen lassen; die entstandene Lauge fühlt sich seifig an. Man schöpft diese klare Lauge sorgfältig ab. Die Asche kann nochmals aufgebrüht werden. Diese zweite Lauge ist weniger seifig als die erste, aber sie eignet sich gut zum Strecken der ersten Lauge. Die Lauge kann zum Einweichen der Wäsche, zum Reinigen von dunklen Kleidungsstücken und zu Putzzwecken verwendet werden.

    Quelle: Haushalten in der Kriegszeit / Helen Guggenbühl / Schweizer Spiegel Verlag / Zürich 1942

    Hier noch das Rezept für Seife aus Kastanien (PDF Beilage / Quelle: http://www.br-online.de/kinder/spiel...ln/2006/01587/ ). Guter Einwand . Wer noch weitere Rezepte / Infos hat bitte hinschreiben



    Nachtrag einfache Herstellung von Seife:

    Als erstes wird die Natronlauge hergestellt. Zubereitung der Lauge: 300g durchgesiebte, helle Holzasche in ein festes Stoffsäcklein binden. Mit 10 l kochendem Wasser überbrühen und einige Stunden zugedeckt stehen lassen; die entstandene Lauge fühlt sich seifig an (man kann auch weniger Wasser dazu verwenden). Man schöpft diese klare Lauge sorgfältig ab. Diese Lauge wird für die Verseifung der Fette benötigt.

    Das Fett oder Oel wird nun auf cirka 60° Celsius erwärmt. Nun wird die oben hergestellte warme Natronlauge vorsichtig hineingegeben. Das ganze vermischt sich (kräftig mit Holz-Kochlöffer rühren) und es bildet sich eine weissliche, zähflüssige Brühe. Dies sollte rund eine halbe Stunde dauern. Die Temperatur von cirka 60° Celsius als Anfangswert sollte wenn möglich immer eingehalten werden. Bei zu heisser Temperatur wird die Seife sonst ziemlich bröckelig. Nun lässt man das ganze erkalten. So bald man mit den Holzlöffel auf der sich oben bildenden Seife schreiben kann wird die Rohseife herausgebrochen.

    Hinweis:
    Beim ganzen Prozess optimalerweise ein Edelstahlkochtopf benützen oder noch besser ein Glasbehälter. Kupfer oder Aluminium sehen nach Kontakt mit Laugen nicht mehr sehr schön aus.

    Sicherheitshalber dabei immer Schutzbrille, Gummihandschuhe und „Wegwerfkleider“ benützen. Augendusche für den schlimmsten Fall bereit halten schadet nichts. Das ganze tönt hier ein bisschen dramatisch, ist aber nur zu eurem besten. Eine Bombe könnt ihr damit aber nicht herstellen .

    Hinweis:
    Ist die Lauge zu wenig „Basisch“ wird die Seife sehr ätzend und hautschädlich. Ist der PH-Wert zu „tief“ wird die Seife zu weich und wenig haltbar. Aber besser eine zu weiche Seife als eine die sehr ätzend ist.

    Diese Rohseife sollte / muss erneut aufgekocht werden. Das erneute aufkochen der Rohseife senkt den PH-Wert der Rohseife. Sonst trocknet die Haut extrem aus (siehe Hinweis oben).

    Dazu wird der Seifenkern mit normalem Wasser aufgekocht. Hat sich das ganze aufgelöst, gibt man reichlich gesättigte Salzlösung hinzu (Gesättigte Salzlösung ist einfach Wasser mit soviel Salz mischen, dass das Wasser kein Salz mehr aufnehmen kann). Nun entsteht aus der oben beschriebenen Rohseife echte Kernseife (natürlich das ganze wieder abkühlen lassen, Seife herausbrechen und und und..) Diese Seife sollte man einige Zeit lang an einem luftigen Platz trocknen lassen bevor man sie benützt.

    Man kann vor diesem Schritt natürlich die Rohseife erneut mit Natronlauge aufkochen. Natürlich muss dann die Seife wie oben bereits beschrieben erneut gemischt, herausgebrochen und getrocknet werden. Dieser Zusatzschritt benötigt aber weitere Energie und Zeit. Wenn man genötigt ist Seife selber herzustellen, sollte Zeit kein Problem mehr sein, Energie eventuell aber schon).

    Hinweis:
    Die meisten Abflussreiniger enthalten eine ziemliche Menge von Natriumhydroxid. Wenn sich der Abflussreiniger mit Wasser mischt, bildet sich die gewünschte Natronlauge.
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    Geändert von Sandra (19.09.2011 um 18:30 Uhr) Grund: Ergänzung mit Rezept

  2. #2
    cholec
    Gast

    Standard

    gewöhnliche Rosskastanie:
    keine Rezeptur zur Hand, die Kastanien enthalten aber Saponine (natürliche Detergentien) und die Öle werden zu Seife verarbeitet.

  3. #3
    ID 940
    Gast

    Standard

    Ein weiterer Grundstoff für die Herstellung von Seife und Waschmitteln: Urin.

    Siehe ergänzend auch das Thema Eigen-Urin

    Quelle der Grafik: Waschen in der Antike, zur Download-Übersicht bei Henkel


  4. #4
    User-ID-1130
    Gast

    Standard

    Hallo zusammen!

    Hedera helix (Gemeiner Efeu):

    Aufgrund ihres hohen Saponingehaltes (lat. Sapor =Seife) wurden Efeublätter früher zu einer reinigenden Waschbrühe verarbeitet. 100 zerkleinerte Efeublätter kochte man in 2 Liter Wasser 10 Minuten, siebte ab, warf sie wieder 10 Minuten in die Brühe und seihte wieder ab. Diese Waschlauge soll verblichene Farben auffrischen und Seide und Wolle besonders gut reinigen”

    Saponine dienen dem Efeu wahrscheinlich als Defensivstoffe, insbesondere gegen den Befall durch Pilze.

    Dieser Auszug stammt aus einer Notiz von mir. (Grundlage dafür war u.a. Ursel Bühring Alles über Heilpflanzen)


    LG, handyman

    PS: auf folgender pdf-Datei ist auch eine Anleitung für Efeu und noch einige Tipps - Schuhe putzen mit Holunder,...

    http://www.holli-holler.de/2008/pdf/2008_09_13_vst.pdf

  5. #5
    scynet
    Gast

    Standard

    Toll

    und, alles schon ausprobiert oder aus irgendwelchen Rezepten die irgendwer geschrieben hat zusammenkopiert und mit ein wenig eigener Phantasie geschmückt?

    Besonders der hier gefällt mir:
    Ist die Lauge zu wenig „Basisch“ wird die Seife sehr ätzend und hautschädlich.
    Wie das denn? Durch Öl und Fett? Das Gegenteil ist der Fall!

    Ist der PH-Wert zu „tief“ wird die Seife zu weich und wenig haltbar

    Ist das nicht das gleiche "wenig basisch" und tiefer pH?

    Es ist wie immer Medizin und Chemie, jeder meint sein Halbwissen kundtun zu müssen aber nur wenige blicken durch.

    Aber besser eine zu weiche Seife als eine die sehr ätzend ist.

    Besser für wen?

    Mein Beitrag ist nicht so böse gemeint wie er sich anhört (liest) aber manchmal muss ich zu sowas etwas schreiben.
    Gruss Scynet
    Geändert von scynet (01.10.2011 um 11:42 Uhr)

  6. #6
    User-ID-1130
    Gast

    Standard

    Hallo scynet!

    Nein, hier ist dir sicher niemand böse, im Gegenteil

    Das ist oft so im Leben - man bekommt etwas präsentiert und kann, muss (soll es auch geben) das dann glauben.

    Und es ist immer von Vorteil, wenn man alle Infos überprüft so gut es geht.
    Ein Text wird oft auch ins Forum gestellt, damit man darüber diskutieren kann.
    Ich bin oft froh, wenn ich einfach nur neue Ideen bekomme und Möglichkeiten entdecke, wie oder was ich noch selber versuchen und besser machen kann.

    User die sich damit eventuell auskennen sind immer gerne gesehen wenn sie kritische Punkte benennen und andere darauf aufmerksam machen.
    Ich denke so läuft es nun mal in einem Forum ab.
    Wenn alles immer perfekt wäre, könnte es sich um ein Lexikon handeln - Betonung auf könnte.

    Aber deine Frage ist sehr berechtigt:

    Hat schon einmal jemand Seife oder taugliche Mittel für die Wäsche selber gemacht?

    Also den Test mit dem Efeu könnte ich mir vorstellen, dass ich das ausprobiere sobald es die Zeit erlaubt.


    LG, handyman

  7. #7
    qittatun
    Gast

    Standard

    Zum OT:

    An die Seifensiederei hab ich mich nie rangetraut. Mit pH-Wert im Allgemeinen und trockener Haut im Besonderen kenne ich mich dagegen aus ;--)
    Die Schutzschicht der Haut ist leicht sauer, der pH-Wert bewegt sich bei durchschnittlich 5,5. Alles, was zu stark von diesem Wert abweicht, schädigt auf lange Sicht die Haut. Hochalkalische Waschmitteln trocknen die Haut aus, weil sie das Millieu der Haut sozusagen aufheben, zu saure Waschmittel übersäuern die Haut, was zu Irritationen führt.

    - OT Ende -

    Ich selbst hatte bislang nur das zweifelhafte Vergnügen, die (indische) Waschnuss kennenzulernen. Ein paar Nussschalen in die Wäsche - Effekt so lala, und es riecht nicht gut. Bessere Effekte erzielt man, wenn man aus den Waschnüssen einen mehrfachen Sud kocht (ähnlich, wie Handyman das beschrieben hat). Die Waschwirkung verstärkt sich, der Gestank aber auch. Die Beigabe von ätherischen Ölen konnte meine Nase bislang nicht überzeugen.
    Auf die Haut schmieren mochte ich mir das letzten Endes nicht.

    Um Häutchen zu reinigen (und zu pflegen), reicht es bei normaler Verschmutzung aus, einen Microfaserlappen anzufeuchten, etwas sanftes Öl (bspw. Olive, Jojoba, Mandel, Leinsamen) dazuzugeben und die Hautflächen damit abzureichen. Entfernt auch hartnäckige Deospuren in der Achsel. Bei hartnäckigen Verschmutzungen (z. B. Ölflecken an den Händen) fasst man einfach mal beherzt in die Margerinedose, damit geht echt alles runter. Wenn nicht, mixt man die Margerine mit Salz, das erzeugt einen Reibeffekt.

    VG qittatun

  8. #8
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    Guten Abend allerseits

    was das ausprobieren angeht, hatte meine Mutti das Zeug mit der Asche mehrmals ausprobieren dürfen (Seife war nicht immer da oder halt etwas teuer). Das mit der Seifenmacherei habe ich bei meiner Tante live erlebt. Ist eine ziemlich mühsame sache. Den Rest habe ich eher als Info gedacht. Man könnte ja bereits vorher etwas ausprobieren. Wilde Kastanien findet man zur jetzigen Jahreszeit wieder. Ansonsten war es nicht mein Ziel, jemanden damit persönlich zu schädigen oder blosszustellen.

  9. #9
    qittatun
    Gast

    Standard

    Ach was. Ausprobieren und diese Erfahrungen weitergeben, ist natürlich das Nonplusultra. Doch was schaden Tipps, die man noch nicht selbst ausprobiert hat? Kann doch jeder als Anregung auffassen und testen :--)

    VG qittatun

  10. #10
    hörnli
    Gast

    Standard

    Salü,

    seit ca. einem Jahr kommen zu mir in die Werkstatt immer mehr Menschen, die von Zeiten erzählen, als sie keine Seife / Waschmittel hatten. Diese Menschen stammen aus Ex-Jugoslawien oder Afghanistan!

    Sie erzählten, wie eine Verwandte Seife selbst herstellte.

    Es scheint so zu sein, das Seife / Waschmittel wirklich wichtig werden in echten Krisenzeiten.

    Efeu, Kastanienblättern, etc. sind sicher nicht ernsthafter Waschmittelersatz, da es beim Waschvorgang auch immer um eine desinfizierende Wirkung geht, nicht nur um eine flecken- und fettlösende Wirkung.
    Würde mich freuen, wenn jemand echte Erfahrung mit diesen "Waschmitteln" hat und erzählt.

    Noch die Römer verwendeten echte Seife nur für medizinische Einsätze, sie wuschen sich mit Wasser und bei hartnäckigen Fällen mit Bimsstein.

    Den Versuch, eine Seife herzustellen, bei der das NaOH (Natronlauge) durch Asche ersetzt wird, bin ich noch schuldig.
    Werde sicher berichten, wenn es einmal geklappt hat.
    Das grösste Problem wird die Konzentration der Lauge sein.
    Und das ist auch das Problem bei allen Versuchen, Seife mal-eben-so-über-den-Daumen- herzustellen!
    Es gehört viel Erfahrung und Sorgfalt zum Seife-herstellen, sonst kann es mit schmerzhaften Folgen verbunden sein!!!

    Sollte es einmal wirklich eng mit unserer Zivilisation werden, würde ich die Herstellungsform der Marseiller-Seife (Aleppo) vorziehen, das ist ausgesalzene Seife, bei der der Laugenüberschuss und Verunreinigungen der Zutaten durch Salz "ausgewaschen" werden. Das ist natürlich für unsere Umwelt eine eher ungesunde Art, Seife herzustellen, da die Salzbrühe fortgekippt wird und Trinkwasser für den Vorgang verschwendet wird.
    Ich persönlich ziehe die Herstellung im Kaltverfahren vor, da diese Methode sehr umweltschonend und die Seife für die Haut sehr pflegend ist.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Seife


    Gruss
    's Hörnli
    (die Seifensiederin ist)

  11. #11
    qittatun
    Gast

    Standard

    Hallo hörnli,

    danke für deinen netten Bericht.
    Wie haben diese Leute denn Seife hergestellt? Selbst gesiedet?

    Mmh, zwischen "desinfizierend" und "reinigend" muss man wohl unterscheiden. Ich denke, dass für den normalen Hausgebrauch ein gerüttelt' Maß an Hygiene absolut ausreicht. Angeblich sollen die antibakteriellen Waschmittel auch nicht besser sein als ein gutes Stück Seife. Wenn die Wäsche von Schmutz und damit von evtl. Nährböden für Bakterien bereits mittels Seife befreit werden kann, und die Wäsche anschließend zügig aufgehängt und getrocknet wird, sollte dies genügen.

    Ansonsten fallen mir spontan Essiglösung und z. B. Lavendelöl (oder andere ätherische Öle) ein, um eine gewisse desinfizierende Wirkung zu erreichen.

    Bei den modernen Waschmitteln ist nicht umsonst Bleiche enthalten, die Restflecken übertüncht. Vielleicht muss man sich im Notfalle auch auf Großmutters Zeiten zurückbesinnen. Wäsche gut einweichen (Essig ist ein guter Fettlöser), anschließend ausrubbeln.

    Hoffe, ich hab jetzt nicht total am Thema vorbeigeschrieben.

    Und zum Abschluss noch ein kleiner Klugscheißermodus: Alepposeife ist nicht gleich Marseiller Seife ;--)

    VG qittatun

  12. #12
    User-ID-1130
    Gast

    Standard

    Hallo!

    Eines ist mir jetzt schon klar: Seife und Waschmittel bevorraten und so wie es ausschaut dürfte Seife vielleicht einmal ein guter Tauschartikel sein.
    Besonders die gute alte Hirschseife o.ä. .

    Ich denke, man schätzt dieses für uns so selbstverständliche Produkt erst dann so richtig, wenn es nicht zur Verfügung steht.

    etwas OT:

    Ich habe heute beim Spaziergengehen was tolles entdeckt: Einen alten Waschkessel bei dem man direkt Einfeuern kann.
    Steht bei mir um die Ecke aber leider nicht in meinem Garten

    LG, handyman
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  13. #13
    Gresli
    Gast

    Standard

    Ich weiss, ist in Anbetracht der professionellen Post's über Seifensieden und Herstellung vielleicht ein bisschen profan, dennoch:

    Ich war in Australien drei Wochen an einem Gathering im Nirgendwo. Einzige Waschmöglichkeit war ein kleiner Fluss.
    Aus ökologischen Gründen war Seife natürlich absolut tabu.
    Gewaschen haben uns nur mit Holzasche. Ebenso den Abwasch (mit Zusatz von Sand, wenn nötig).
    Fühlte mich nie wirklich schmutzig!

    Zitat Zitat von handyman Beitrag anzeigen
    Eines ist mir jetzt schon klar: Seife und Waschmittel bevorraten und so wie es ausschaut dürfte Seife vielleicht einmal ein guter Tauschartikel sein.
    OT: Das habe ich mir auch schon überlegt und als Tauschmittel lagere ich in erster Linie Seife ein (und Zahnpasta und Zahnbürsten). M-Buget Seife kostet CHF 1.50 für 5x 100g! (keine Schleichwerbung! COOP Prix Garantie ist gleich teuer!)
    Denke bei diesen Produkten werden die Rendite in einer Krise besser sein als die von Gold und Silber!

    Gresli

  14. #14
    qittatun
    Gast

    Standard

    Hallo Gresli,

    ich finde deinen Beitrag hoch interessant: Wie funktionierte das konkret mit der Reinigung mittels Holzasche? Kannst du das bitte beschreiben?

    VG qittatun

  15. #15
    Gresli
    Gast

    Standard

    Hallo Qittatun,

    das ist eigentlich recht simpel: man macht sich nass (legt sich in den Bach) und reibt sich mit einer Hand voll Asche vom Feuer ein und ab. Danach abspülen.
    Aus diesem Grund wurde auch darauf geachtet dass im Feuer nichts anderes als Holz verbrannt wurde.

    Das mit dem Sand ist mehr für die Töpfe, da ist es auch praktisch wenn noch ein bisschen Kohle dabei ist. Ganz fettfrei werden die so zwar nicht, aber man ist ja nicht heikel.

    Kleider haben wir auch in einem Asche / Wasser Gemisch gewaschen. Mit Flecken musste man halt leben.

    Eine Schaufel voll Asche auf die Latrine wirkt auch gegen Geruch und Fliegen.

    Grüsse, Gresli

  16. #16
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    Zitat Zitat von Gresli Beitrag anzeigen
    Aus ökologischen Gründen war Seife natürlich absolut tabu.
    Beim Stichwort Ökologie fällt mir Held ein (keine Schleichwerbung):

    http://shop.held-clean.ch/de/shop/pr...?category_id=2

    Soll vollständig biologisch abbaubar sein, aus pflanzlich-mineralischen Rohstoffen.

    Zusammensetzung des flüssigen Buntwaschmittels:

    >30% Wasser, 5-15% anionische Tenside, nichtionische Tenside, <5% Seife, faserschützendes Polymer,
    Zitrat, Zitronensäure, Benzyl Alkohol, Salz, Parfum Lavendel (Limonene, Linalool, Citronellol), EDDS.

    http://shop.held-clean.ch/assistant/...485d19f43122ac

    Ob man das im privaten Rahmen "nachproduzieren/kopieren" kann, keine Ahnung. Erfahrungen mit dem Waschmittel habe ich auch keine. Meine Mutter hatte früher damit gewaschen, aber irgendwann auf so ein schonendes Baby-Waschmittel umgestellt. Ich will aber für Outdoor-Aktivitäten mal den Geschirrspüler von Held ausprobieren.

    Herzliche Grüsse
    linthler

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